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Staupe-Erkrankungen bei FüchsenIm Landkreis Lüneburg sind in den letzten Wochen bisher sechs bestätigte Fälle von Staupe bei Füchsen aufgetreten. Es handelt sich hierbei um eine häufig tödlich verlaufende Virusinfektion, die nicht nur bei fleischfressenden Wildtieren wie Fuchs, Dachs, Marder, Waschbär und Wolf auftritt, sondern auch bei Hunden und Frettchen vorkommt. Das Canine Staupevirus, das eng mit dem Masern-Virus des Menschen verwandt ist, war auch für das massive Seehundsterben im Jahr 2002 verantwortlich. Die erkrankten Wildtiere zeigen häufig die nervöse Form der Staupe mit Symptomen wie Verlust der natürlichen Scheu, Schläfrigkeit, Bewegungsstörungen, Lähmungen, oder auch Aggressivität. Weitere klassische Anzeichen sind eitriger Augenausfluss, Lungenentzündung und Magen-Darm-Beschwerden. Die Übertragung erfolgt durch Speichel, Nasen- und Augensekret, Kot und Urin infizierter Tiere. Im Frühjahr dringen die Füchse mit der Aufzucht ihrer Jungtiere vermehrt in die Dörfer ein. Die Kontaktmöglichkeiten zwischen Wildtier und Haushund steigen. Häufig bedienen sich Füchse zum Beispiel an den offenen Hundenäpfen, in denen sie leckere Futterreste finden. Da Fuchs und Marder als Erregerreservoire dienen, wobei Alttiere nicht immer erkranken, sollten Sie dringend den Impfstatus Ihres Hundes überprüfen lassen. Ihr Team der Tierklinik Lüneburg |
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